Gothic oder nicht Gothic?

Arcania: Gothic 4. Selten hat ein Spiel so große Erwartungen so enttäuscht. In einem Interview mit der PC Games stellte sich nun Lead Designer Andre Beccu den Fragen der Fans.
Selbst ein Gothic Fan der ersten Stunde möchte ich kurz zusammenfassen, was mir wichtig erschien. Auch wenn ich mich zur Zeit eher in diversen Browsergames austobe.
Zunächst einmal ist Gothic 4 nicht unbedingt ein schlechtes Rollenspiel. Nur ist der typische Charme der Vorgänger verloren gegangen. Das gibt auch Lead Designer Beccu rückhaltlos zu, doch war es nie die Absicht von Spellbound eine einfache Kopie der Werke von Piranha Bytes, dem Entwickler der früheren Teile, anzufertigen. Eher sollte eine eigene Interpretation der Saga entstehen.
Es ist also nur logisch, dass die Erwartungen der Spieler nicht in dem Maß erfüllt werden konnten, wie diese es sich erhofft hatten.
Was viele Spieler bemängeln ist auch, dass Gothic 4 zu einfach gestrickt sei. Die weiträumigen Landschaften, die die Vorgänger so ansehnlich machten sind geradlinigen Wegen gewichen, ebenso ist die Charakterentwicklung viel simpler geworden.
Auch das hat, so Beccu, seine Berechtigung. Arcania: Gothic 4 ist in erster Linie für Neulinge geschaffen worden. Es soll den Spielern einen leichteren Einstieg bieten, die sich im Bereich Rollenspiele noch nicht so auskennen.
Und das ist ihnen ja auch gelungen. Man kann beispielsweise keine Quest – NPCs mehr töten, oder wird von Verbündeten angegriffen, weil man in ihrer Nähe eine Waffe gezogen hat.
Dass das Spiel teilweise noch unfertig wirkt, kommentiert Beccu damit, dass bei der Entwicklung, nicht nur von Spielen, immer eine Balance von Qualität und Quantität gefunden werden muss.
Schließlich musste das Spiel ja auch pünktlich fertig werden.
Auch mit Kritik kann der Designer umgehen. Dass jedoch aufgrund der Resonanz des Spieles auf die Arbeit der Entwickler geschlossen wird, findet er schlicht unfair.
Das komplette Interview findet ihr bei PC Games

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